Neles großes Buch – Doppelband

Neles großes Buch – Doppelband

Dieser Doppelband fasst die zwei Nele-Bücher in einer überarbeiteten Neuauflage zusammen:
Neles Buch der großen Fragen
Dieses Buch lädt ein, über die großen Fragen der Menschheit nachzudenken: Nele, ein Mädchen im Grundschulalter, staunt über das Universum und unser Leben; es fragt nach Gott und artikuliert Wesentliches zu Anfang und Ende von Kosmos, Welt und Menschen. Neles Gedanken wechseln sich im Buch mit Geschichten und Gedichten bedeutender AutorInnen ab. Ein spannendes Leseabenteuer von hohem ästhetischem Reiz für junge und jung gebliebene LeserInnen. Entdeckungen eines Kindes ziehen in den Bann: So geheimnisvoll und tief ist unser Leben mit all seinen Schönheiten und Gefährdungen.
Neles Tagebuch
In Neles Tagebuch hat Nele Geschichten, Gedichte und Bilder gesammelt, Erlebtes und Erfundenes, Witziges und Nachdenkliches zum Lesen und Schauen, zum Staunen und Weiterdenken – über das Leben, über die Welt, über sich selbst und die anderen und auch über Gott. Das Besondere: Dieses Buch ist noch nicht ganz »fertig«. Denn »Neles Tagebuch« ist auch ein Buch zum Mitmachen. An vielen Stellen ist Platz für eigene Fragen und Gedanken, Platz zum Schreiben und Malen

Wie schön: Mein erstes Kinderbuch ist komplett überarbeit und in einem einheitlichen Layout (dem von Neles Tagebuch) in der 2. Auflage zum attraktiven Preis von 15 € verfügbar! Der hochwertig gebundene Doppelband ist ein feines Geschenk für Kinder ab 8 Jahren (z.B. zur Erstkommunion oder zu Weihnachten) und eine 300 Seiten umfassende Materialsammlung mit Texten, Bildern und methodischen Ideen für Religionsunterricht und Gemeinde. So darf Nele, geboren 2002, noch viele Jahre aktiv weiterleben!

Neles großes Buch: Neles Buch der großen Fragen und Neles Tagebuch, Gebundenes Buch, Pappband, 304 Seiten, 17,0 x 24,0 cm, mit zahlreichen Illustrationen von Mascha Greune, 2. Aufl. € 15,00 [D] inkl. MwSt. € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Rezensionen

Buch des MonatsNeles Buch der großen Fragen“ wurde ausgewählt zum religiösen Buch des Monats März 2002

Kinder wollen den Dingen, die sie erfahren und erleben, auf den Grund gehen. Und diese Suche nach Gründen und Erklärungen mündet irgendwann wie von selbst in die Frage nach dem ersten Ursprung und dem letzten Ziel allen Daseins. Der Aachener Religionspädagoge Rainer Oberthür hat die vielen Fragen, die Kinder im Lauf ihrer Weltaneignung stellen, die nicht zuletzt seine beiden eigenen Kinder ihm aufgegeben haben, zusammengefasst in einer Art Tagebuch, das die Kunstfigur Nele, ein elfjähriges Mädchen, ein ganzes Jahr lang führt. „Neles Buch der großen Fragen“ ist die Aufzeichnung einer kindlichen Entdeckungsreise zu den Geheimnissen, die sich hinter der Oberfläche unseres alltäglichen Lebens verbergen: Die unvorstellbaren Dimensionen des Kosmos lassen Nele das Wunder der Schöpfung erahnen, das Entstehen und Vergehen in der Natur die Kostbarkeit des Lebens begreifen, die Vielzahl der Menschen die Einmaligkeit jedes Einzelnen sichtbar werden. Nele staunt jedoch ebenso darüber, älter zu werden und doch dieselbe zu bleiben, über ihre eigene Fähigkeit, Fragen stellen zu können, oder über das Geschenk, mit anderen Menschen eine gemeinsame Sprache zu haben. Schließlich fragt Nele aber auch danach, wie es in der guten Schöpfung eines liebenden Gottes dennoch Leid und Böses geben kann, ob Gott wirklich allmächtig sein kann, warum der Mensch sterben muss. Dies führt Nele weiter zum Nachdenken über „die Geschichte von dem Menschen, der Gott sichtbar machte“, die damit endet, dass die Freunde von Jesus nach seiner Auferstehung begriffen, „die Geschichte von Gott, der Mensch wurde“ erlebt zu haben. Die elfjährige Nele kann ihre Fragen und ihre Antwortversuche nicht immer so formulieren, wie sie selbst es gerne möchte. Darum nimmt sie zu jeder ihrer Überlegungen Geschichten und Gedichte zu Hilfe, die sie in ihren Büchern gelesen oder die ihr Papa ihr gegeben hat. So wird Neles Tagebuch zugleich zu einem Lesebuch mit literarischen Texten verschiedenster Autoren (z.B. Rose Ausländer, Mascha Kaléko, Peter Härtling, Jürg Schubiger u.v.a.), die jeweils auf ihre Weise ebenfalls das Staunen an der Welt und ihren Wundern zum Ausdruck bringen. „Neles Buch der großen Fragen“ richtet sich bestimmt nicht allein an Kinder, die ähnliche Fragen haben und sich hier wiederfinden können, es richtet sich auch an Erwachsene, die den Blick für das Wunderbare in der Welt verloren haben, in erster Linie aber ist es ein Buch für die ganze Familie, die hier vielfache Anregungen findet für gemeinsames Nachdenken und Besprechen der großen Fragen, die den Menschen ein Leben lang beschäftigen.

Borromäus-Verein / St. Michaelsbund


Neles Tagebuch

Nüchtern ließe sich über „Neles Tagebuch“ sagen: Es führt auf gut verständliche Weise an die großen Fragen der Welt heran. Die zwölfjährige Nele übernimmt die Regie und erkundet, was sich etwa über die Entstehung der Schule, die Zeit, die Seele und Gott erfahren lässt. Geschichten gibt es, Experimente zum Staunen, Kinderfragen. Solche Dinge sachlich aufzulisten, ist bestimmt nicht falsch – zugleich aber bliebe das Gefühl, an dieser Publikation vorbei zu rezensieren.

Von diesem Buch muss man schwärmen: Rainer Oberthür ist Einmaliges gelungen, weil er mit keiner geringeren Behauptung antritt als dass jeder Mensch einmalig ist. Der Autor ist Lehrer – aber was für einer! Er scheint von der Sehnsucht getrieben, dass das kindliche Staunen nie in vorgestanzten Bahnen enden soll. Er hofft „den Kindern zu helfen, ihre eigene Sprache zu finden und ihre Fragen und Gedanken ausdrücken zu können.“ Bemerkenswert ist insbesondere der nicht endende Witz des Buchs. Alles Wissen, Experimentieren und Erzählen mündet stets in einer der nicht wenigen leeren Seiten. Keine einzige von ihnen ist verschenkt. Der Leser kann dort zum Maler, Traumerfinder, Weltenbauer werden – was dank Neles Hilfe spielend gelingt. Überhaupt scheint das Lückenhafte die fast heilig anmutende Pointe des Buchs zu sein. Zurückhaltend, unaufdringlich wirkt der Stil des Autors, gerade dadurch eigenartig kraftvoll.

Mascha Greune führt die philosophischen Gedanken Neles in ihren Illustrationen fort. Sie verwendet allein zwei Farben, Grün und Blau, die dem Betrachter auf wohltuende Weise nicht entgegen knallen. Verträumt, zurückgenommen wirken ihre Bilder, von einer künstlerischen Besonnenheit, die mit dem Stil des Autors in ein anregend-schwebendes Wechselspiel tritt. Wohlgesetzt und weich sind dessen Worte, nicht lieblich. Mehr als einmal sagt er, dass man beim Denken und Staunen auch erschrecken kann. Das facht indes nur jenes Feuer weiter an, das die Wangen glühen und die Ohren röten lässt. Warum aber gelingt es dem Autor nur, den Zauberstab so fein und machtvoll zu schwingen? Es muss daran liegen, dass für ihn ein Mensch nicht mit Wissen zugestopft werden muss, bevor er mit dem Leben, Denken, Dichten beginnen darf. Im Gegenteil. Bei Rainer Oberthür stellt sich die Hauptperson mit den Worten vor: „Mein Name ist Nele, ein Kind in den besten Jahren wie Papa immer sagt.“ Wer das Buch liest, egal wie alt, kann ahnen, dass auch er selbst sich in den besten Jahren befindet – noch immer, endlich wieder, auf alle Fälle beim Lesen von „Neles Tagebuch“.

Georg Margirius bei Amazon


Ich habe „Neles Tagebuch“ auf einer langen Bahnreise gelesen. Nach der Lektüre ging es mir auffallend gut. Alle paar Seiten fand ich einen Satz, eine Geschichte oder ein Experiment, die mich in meiner Mitte traf, direkt hinter dem Brustbein. Wenn das geschah, schaute ich durchs Fenster und verweilte, ohne Gedanken, träumend vielleicht. Ich las weiter, oft anscheinend zu schnell. Jedenfalls entzog ich mich immer wieder mal den ergänzenden Hinweisen, die Nele mir anbot. Ich folgte unwillkürlich der Mahnung: „Versteht es nicht zu rasch.“

Jürg Schubiger, Kinderbuchautor und Schriftsteller aus Zürich

Insgesamt geht „Neles großes Buch“ auf alles Wissenswerte ein, was Kinder interessieren könnte. Religion ist dabei das leitende Thema, es wird aber auch „über den Tellerrand“ hinaus geblickt. Somit ein Werk, das einen hohen Wert hat für alle, die ihre Kinder mit einem guten Verhältnis zu Gott und der Erde aufwachsen sehen möchten.

Jana Fundner, www.testiversum.at