Das Buch der Symbole

Das Buch der Symbole

Wer sich mit Rainer Oberthür auf Entdeckungsreise durch die Welt der christlichen Symbole begibt, stößt auf viele aufregende Möglichkeiten, mit Kindern ganz neu über Gott und die Welt nachzudenken. Zu 40 Symbolen präsentiert Rainer Oberthür in einem bunten Reigen Wissens- und Staunenswertes, Geschichten, Gedichte und vieles mehr.

Eine Auswahl der Symbole aus diesem Buch: Himmel – Sonne – Mond – Sterne – Regenbogen – Erde – Wasser – Feuer – Luft – Auge – Ohr – Hand – Herz – Brot – Wein – Berg – Baum – Wüste – Garten – Weg – Labyrinth – Löwe – Lamm – Adler – Taube – Fisch – Kreis – Kreuz – Dreieck – Zahlen und Farben

’Alle Dinge, die wir sehen,
können wir doppelt anschauen:
Als Tatsache und als Geheimnis.
Aus dem Wirklichen erwächst das Erstaunliche.
Wer die Welt nur als Tatsache sieht,
ist blind gegenüber dem Verborgenen hinter den Dingen
und verlernt nach dem Warum zu fragen.
Wer die Welt nur als Geheimnis sieht,
verliert den Boden unter den Füßen
und den Kontakt zu den Menschen
und verlernt die Welt wirklich zu entdecken.
Nur was gesehen, erlebt und erfahren worden ist,
kann zum inneren Bild eines Menschen werden.
Nur was mit den Sinnen wahrgenommen worden ist,
kann Eindrücke in der Seele eines Menschen hinterlassen,
kann als Tatsache und Geheimnis gesehen werden
und zum Symbol werden.’

Diese Reise durch die Welt der Symbole ist meine persönliche Symboldidaktik für junge Menschen und Erwachsene, für Schule, Gemeinde und Familie..Rainer Oberthür

Gebundenes Buch, Pappband, 320 Seiten, 16,5 x 24,0 cm Mit über 100 Abb. u. Fotos. Durchgeh. vierfarb. 4. Aufl. 2014 ISBN: 978-3-466-36805-1 € 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90 * (* empf. VK-Preis), Kösel-Verlag

Rezensionen

Buch des Monats„Das Buch der Symbole“ wurde ausgewählt zum religiösen Buch des Monats Juni 2009

Mit dem „Buch der Symbole“ ist Oberthür ein ansprechend gestalteter, lebendiger und informativer Reiseführer durch die Welt der christlichen Symbole gelungen. Erwachsene und Kinder gleichermaßen können mit seiner Hilfe die Symbolsprache des Christentums kennen und verstehen lernen und auf diese Weise im Glauben wachsen und reifen.

Borromäusverein


Dieses Buch erzählt nicht irgendetwas, sondern weist einen Weg in das große Geheimnis des Lebens, zu GOTT. Rainer Oberthür hat sich also nicht gerade wenig vorgenommen, genau genommen: alles. Das hat man erwarten dürfen. Denn mit Halbheiten hat dieser Autor sich noch niemals abgegeben. Und also ist sein neues Buch ganz schön schwer geworden – im tatsächlichen Sinn. Es bringt mehr Gewicht auf die Waage als so manche Bibelausgabe. Diese Assoziation ist nicht aus der Luft gegriffen. Rainer Oberthür ist schließlich der Autor der „Bibel für Kinder und alle im Haus“ – die womöglich staunenswerteste, innovativste und zugleich konservativste, die ästhetisch ansprechendste und tröstlichste Ausgabe der Heiligen Schrift, die es in den letzten Jahren gegeben hat.

Diesmal freilich geht es um Symbole, was kein Rückschritt ist, im Gegenteil: Erneut und doch auch wieder ganz anders bahnt Oberthür dem Leser einen Weg dorthin, wo die Leidenschaft zum Zuge kommen darf: Er will das Geheimnis des Lebens ergründen, ohne ihm dabei das Erstaunliche zu rauben.

Warum soll das ausgerechnet dank der Symbole glücken? Sie haben in der Welt der Immer-Wissenden, der Ständig-Redenden, der Tatsachengläubigen und auch der oft bis hin zur totalen Farblosigkeit hinein entmythologisierten Theologen keinen sonderlich hohen Stellenwert. Es handle sich ja „nur“ um Symbole, heißt es oft. Dieser Hinweis wird sogleich als Sprungbrett verstanden, um loszulegen und Symbole auf eine Weise zu erklären, bis von ihrer im letzten Grund unerklärlichen und deswegen so fantastisch tiefen Kraft nichts mehr übrig bleibt.

Ganz anders Rainer Oberthür: Der Pädagoge stellt 40 Symbole vor, fasst sie in unterschiedliche Symbollandschaften zusammen und wandert durch sie hindurch: Ein Abenteurer, der erklären und sich zugleich noch wundern kann. Da ist ein kindlich Reflektierender und ein erwachsener Enthusiast in einem am Werk. Er lässt den Leser nicht nur lesen, sondern auch schauen: Prachtvolle Fotos und tief gehende Bilder bildender Künstler. Dazu treten Anekdoten, Geschichten, Lieder – und auch biblisches, historisches und naturwissenschaftliches Wissen werden ausgebreitet. Das letzte ist deshalb wichtig, weil Oberthür nun auch wieder nicht der Gefahr unterliegt, zum Bilderschwärmer zu werden. Nein, er taucht nicht in eine Welt ab, in man angeblich nichts mehr klären kann, er ist kein Schwebender, der jedes Argumentieren aufgegeben hat. Die Folge wäre Sprachlosigkeit und Einsamkeit. Davor warnt Oberthür freundlich, er will Symbole nicht als reine Jenseitsbotschaften verklären. Natürlich sind sie das ja letztlich doch – Wegweiser in eine himmlische Welt! Sie werden es indessen erst, indem sie stets auch real und irdisch sind und bleiben: Tatsache und Geheimnis zugleich.

Die Lektüre dieses Buches ist konkret und wundersam: Man merkt auf, unterbricht sich, kommt auf immer neue Ideen, beginnt zu blättern, vor und zurück. Dieses Werk wird kaum jemand einfach so von vorn nach hinten lesen – was als Kompliment zu verstehen ist: Es breitet sich ein so großer Reichtum aus, dass man einfach nicht ans Ende kommen kann und will. So ist Rainer Oberthürs Entdeckungsreise durch die Welt der Symbole und der Religion selbst zu einem Symbol geworden – es erzählt von jenem Buch des Lebens, in dem das Staunen an kein Ende kommen wird.

Georg Magirius, ARD-Journalist, Theologe und Schriftsteller, www.georgmagirius.de


Ein Buch für „Erwachsene, die noch staunen können wie ein Kind“ und die ihren Kindern, die Fragen nach Religion und Glaube stellen, eine hilfreiche und sachgerechte Auskunft geben wollen (9). Es ist eine ganz „persönliche Symboldidaktik“ des bekannten Aachener Religionspädagogen, die versucht, „Staunen und Nachdenken, Vergangenes und Gegenwärtiges, geschichtlich Verwurzeltes und persönlich Erlebtes zusammenzuführen, um neue Wege nachhaltigen religiösen Erfahrens und Lernens altersübergreifend zu fördern“ (305).

Seine Einladung zu einer „Tour der Symbole“ erstreckt sich über 10 „Symbol-Landschaften“, in denen 40 Symbole informativ, eingängig und unterhaltsam erschlossen werden. Die Symbol-Reise führt zum Himmel, den Elementen, den Sinnen, auf Berge und Bäume, den Tieren, Zahlen und Formen und lehrt auch die Farben neu zu sehen.

Beginnend stets mit einer kleinen Phantasie-Übung („Stell dir mal vor…“) enthalten die Kapitel etwas „Wissen zum Staunen“, Bibel-Bilder, Geschichten, Gedichte sowie eine Vielzahl von Bildern, Fotos und Grafiken. Das alles ist anregend und attraktiv gestaltet.

Wer das Buch aufschlägt, wird neugierig gemacht – und hat am Ende wesentliche Einblicke gewonnen in die Religion allgemein und besonders in die Vorstellungswelt des Christentums. Daher ist es nicht nur für Eltern eine profunde Quelle, auch Kinder und Jugendliche werden als Selbstleser hier ihrer Entdeckerfreude nachgehen können. Für Katecheten und Religionslehrer (nicht nur der Grundschule!) hat der Autor im Anhang noch einige methodische Impulse entfaltet.

Nach den erfolgreichen Nele-Büchern und der ausgezeichneten „Bibel für Kinder“ hat Oberthür mit diesem Beitrag einmal mehr gezeigt, wie man große Themen einfach darstellen kann – ohne an Substanz zu sparen. Diese Symbol-Tour sind viele Mitreisende zu wünschen!

Reiner Jungnitsch, www.reinerjungnitsch.de


Das Buch ist nicht nur eine Fundgrube für Religionsunterricht und Gemeindearbeit. Es ist ein „Reiseführer“, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Geschmack macht, selbst auf Entdeckungsreise durch die Welt der Symbole und der Religion zu gehen.

Franz Thalmann, Hildesheim